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Was ist das?

Sicherlich wird sich jeder depressive Patient, wenn er Medikamente einnimmt, nach einer sofortigen Besserung seines Zustandes sehnen. Hier gilt es jedoch, sich zu gedulden. Denn eine spürbare Wirkung tritt oft erst nach zwei bis drei Behandlungswochen auf.

Der Stoffwechsel im Gehirn kann oft nur langsam wieder ins Gleichgewicht gebracht werden. Daher tritt eine spürbare Wirkung oft erst nach zwei bis drei Behandlungswochen ein.

Für viele Betroffene stellt dies ein ernsthaftes Problem dar, denn gerade die Nebenwirkungen der Präparate treten in der Regel früher auf als die Wirkung einsetzt. Das veranlasst viele Patienten, die Medikamente abzusetzen, weil sie glauben, die Therapie würde ihnen nicht helfen. Hier ist es aber wichtig zu wissen, dass Nebenwirkungen oft nur in den ersten Behandlungstagen auftreten. Manchen Patienten hilft es auch, sich vorzustellen, dass eine Nebenwirkung ja nur dann eintritt, wenn das Medikament etwas im Körper bewirkt. Dies bedeutet wiederum, dass die Zeit bis zum Eintritt der Wirkung nicht mehr lang sein kann. Sollten die Nebenwirkungen dennoch länger anhalten, ist es wichtig, den Arzt darüber zu informieren und die Medikamente nicht eigenhändig abzusetzen. Der Arzt kann dann eine Reduktion der Dosis oder eventuell auch den Wechsel auf ein anderes Medikament in Erwägung ziehen. Und noch ein wichtiger Hinweis: Antidepressiva müssen üblicherweise über einen Zeitraum von mindestens sechs bis zwölf Monaten eingenommen werden. Nur so kann ermöglicht werden, dass der depressive Patient keinen Rückfall erleidet. Patienten sollten nicht schlagartig aufhören, ihre Medikamente einzunehmen. Vielmehr gilt es, in Absprache mit dem Arzt die Dosierung schrittweise zu verringern.