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Eine wirkungsvolle Behandlung von Diabetes mellitus muss an die vorliegende Form (Typ-1- und Typ-2-Diabetes) sowie an die individuelle köperliche Verfassung, das Alter und die persönlichen Lebensumstände angepasst werden.
Eine optimale Behandlungsform für sich zu finden, kann im Einzelfall etwas Geduld erfordern. Dies liegt u.a. auch an den mittlerweile so vielfältigen Behandlungsmöglichkeiten. Es lohnt sich jedoch, diese Geduld aufzubringen – für Ihr persönliches Wohlbefinden und Ihre Lebensqualität!
Insbesondere die Entwicklung der modernen Insulintherapie, die vor über 80 Jahren begann, hat wesentlich dazu beigetragen, Menschen mit Diabetes den individuellen Umgang mit Ihrer Erkrankung zu ermöglichen.
Welche Therapieformen gibt es?
In der Behandlung des Diabetes unterscheidet man vier grundlegende Therapieformen:
Basistherapie (Ernährung und Bewegung)
Basis jeder Diabetes-Behandlung ist eine Schulung und Ernährungsberatung bei Typ 1 und Typ 2. Hinzu kommt eine ausreichende Bewegung, die den Stoffwechsel günstig beeinflusst.
Wie funktioniert das?
70-80% der Menschen mit Typ-2-Diabetes haben mit Übergewicht zu kämpfen, ein Faktor, der die Erkrankung begünstigt. Die Umstellung der Ernährungsgewohnheiten kann deshalb ein effektives Mittel sein, um Blutzuckerwerte wieder in den Griff zu bekommen.
Eine gesunde Ernährung bedeutet jedoch nicht (wie häufig angenommen wird), eine Reduktion von Kohlenhydraten auf dem Speiseplan. Vielmehr geht es darum, durch bewusste Ernährung den diabetischen Stoffwechsel im Körper zu verbessern. Unterstützt wird dies durch eine gesunde Lebensführung, wie z.B. sportliche Aktivität. Hier ist jedoch nicht von sportlichen Höchstleistungen die Rede: Spaziergänge, Radausflüge, gemeinsame Gymnastik usw. tragen zu einer bewussten und gesunden Lebensführung bei.
Energieverbrauch pro 30 Minuten Bewegung | ||
ca. 100 kcal | Spaziergang | |
ca. 200 kcal | Gartenarbeit, Tanzen, Gymnastik, Schwimmen, Tischtennis, Radfahren, Wandern | |
ca. 300 kcal | Skilanglauf, Bergwandern, Jogging | |
Viele Menschen haben jedoch durch die "Schreckens-Nachricht Diabetes" auch eine Bereicherung in ihrem Leben erfahren. Denn sie wissen nun, wie wichtig eine aktive Lebensweise und die richtige Ernährung für ihr persönliches Wohlbefinden und ihre Gesundheit sind.
Therapie mit oralen Antidiabetika
Diese Behandlungsform eignet sich ausschließlich für Typ-2-Diabetiker und kann angewendet werden, wenn die Basistherapie nicht zu einer Normalisierung der Blutzuckerwerte führt. Eingesetzt werden hier Medikamente in Tablettenform mit verschiedenen Wirkstoffen. Zum Beispiel gibt es hier so genannte Glucosidasehemmer wie Acarbose, die den Anstieg des Blutzuckerspiegels nach einer Mahlzeit verzögern, und Biguanide, die den Blutzuckerspiegel normalisieren können.
Zum anderen werden in der oralen Therapie Sulfonylharnstoffe eingesetzt, wie z.B. Glibenclamid. Dieses Medikament bewirkt, dass die Bauchspeicheldrüse mehr Insulin ausschüttet. Die modernen DPP-4-Hemmer regulieren den Blutzuckerspiegel, indem sie den Abbau von Darmhormonen, wie dem Glucagon-like-Peptide-1 (GLP-1) verhindern. GLP-1 unterstützt die Insulinfreisetzung der Bauchspeicheldrüse, bremst die Zuckerbildung in der Leber und fördert die Sättigung.
In diesem Zusammenhang ist es jedoch wichtig zu wissen, dass die Behandlung mit Tabletten keinen Ersatz für Insulin darstellt, sondern darauf abzielt, mit anderen Wirkstoffen die Senkung des Blutzuckers oder die Wirksamkeit des körpereigenen Insulins zu fördern.
Ausführliche Informationen zu den verschiedenen oralen Antidiabetika finden Sie auf www.lilly-diabetes.de
Insulintherapie
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Für die wirkungsvolle Behandlung des Diabetes mellitus gibt es in der Insulin-Therapie zwei unterschiedliche Ansätze:
1. Die intensivierte konventionelle Insulintherapie (ICT)
Bei der ICT wird zu den Mahlzeiten ein kurz wirksames Insulin als so genanntes "Bolus-Insulin" gespritzt. Diese Therapieform erlaubt dem Patienten ein ausgesprochen hohes Maß an Flexibilität. Denn die Dosierung erfolgt in Abhängigkeit vom gemessenen Ausgangsblutzucker und der Kohlenhydratmenge, die Sie zu sich nehmen möchten. Dies ermöglicht es Ihnen auch, mit wechselnden Essenszeiten und unterschiedlichen Kohlenhydratmengen umgehen zu können.
2. Die konventionelle Insulintherapie (CT)
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Unter der konventionellen Insulintherapie versteht man die Behandlung mit Mischinsulinen, die jeweils vor dem Frühstück und dem Abendessen erfolgt. In manchen Fällen kann eine Injektion vor dem Mittagessen sinnvoll sein.
Typ-2-Diabetiker, die einen regelmäßigen Tagesablauf haben und zu festen Zeitpunkten essen, können mit dieser Therapieform bei relativ geringem Aufwand eine gute Blutzuckereinstellung erreichen.
Mehr zu den Therapiemöglichkeiten mit Insulin und den verschiedenen Insulinarten erfahren Sie auf www.lilly-diabetes.de
- Classen, Diehl, Kochsiek: Innere Medizin, Urban & Schwarzenberg Verlag München-Wien-Baltimore 1998.
- Lilly Deutschland GmbH: Diabetes und Insulin – wie Sie selbst das Beste daraus machen.




