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Was ist das?

Von der diabetischen Nervenerkrankung ist am häufigsten nicht das zentrale Nervensystem (ZNS) betroffen, das Gehirn und Rückenmark einschließt, sondern das periphere Nervensystem.  Dieses umfasst alle Nerven im Körper, die zum zentralen Nervensystem hin und von ihm wegführen. Allerdings können die schädlichen Veränderungen an den peripheren Nerven auch schon früh Veränderungen und Umbauvorgänge im ZNS  nach sich ziehen.

Man unterscheidet zwei Hauptformen der diabetischen Polyneuropathie:

Bei der sensomotorischen Polyneuropathie kommt es zur Schädigung von sensiblen (Nerven, die Sinnesreize an das ZNS leiten) und motorischen Nerven (Nerven, die in umgekehrter Richtung auf Befehl des Gehirns Bewegungen etwa von Armen oder Beinen ausführen). Schädigungen der sensiblen Nerven äußern sich bevorzugt in den Händen und Füßen als Empfindungsstörungen wie Kribbeln, Taubheitsgefühl oder im Falle einer schmerzhaften diabetischen Polyneuropathie (DPNP) von Schmerzen. Werden motorische Nerven geschädigt, können auch eine Schwächung und Lähmung von Muskeln auftreten.

Bei der autonomen Neuropathie werden vegetative Nerven geschädigt, die die Funktionen der inneren Organe wie z. B. die Magen-/Darmbewegungen, den Herzschlag oder die Entleerung der Blase steuern. Dadurch kann es beispielsweise zu Störungen des Herzschlages, der Magen-Darmbewegungen und der Blasenentleerung kommen.


Verteilungsmuster der Symptome bei schmerzhafter distal- symmetrischer Polyneuropathie

All das ist Grund genug, im Hinblick auf die DPN vorbeugende Maßnahmen zu treffen, d. h, auf eine möglichst optimale Blutzuckereinstellung zu achten, bzw. die DPN, wenn diese auftritt, rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln. Rechtzeitig bedeutet: Schon bei ersten Warnsignalen wie einem Kribbeln in den Füßen sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen! Heilen lässt sich die DPN bisher nicht. In vielen Fällen ist es aber möglich, bei der schmerzhaften Form der DPN mit Hilfe geeigneter Medikamente eine deutliche Schmerzlinderung herbeizuführen.