
Da die diabetische Nervenkrankheit unterschiedliche Teile des peripheren Nervensystems schädigt, macht sich die diabetische Nervenerkrankung durch eine Vielzahl von Krankheitsanzeichen bemerkbar.
Bei der häufigsten Form der DPN sind vor allem solche Nerven geschädigt, die die Empfindungswahrnehmung wie Berührung, Kälte oder Wärme steuern. Das kann zu folgenden Beschwerden führen:
- Missempfindung und Schmerzen: Dies wird als „Positiv-Symptomatik“ bezeichnet. Hierzu gehören Missempfindungen (Kribbelgefühle, „Ameisenlaufen“, Pelzigkeitsgefühl), erhöhte Berührungsempfindlichkeit sowie brennende oder stechende Schmerzen, vor allem Schmerzen im Ruhezustand (schmerzhafte diabetische Polyneuropathie, DPNP). Die Betroffenen haben teilweise so starke Missempfindungen, dass sie nachts die Bettdecke nicht mehr auf den Füßen ertragen können.
- Fehlende Empfindung: Dies wird als „Negativ-Symptomatik“ bezeichnet. Sensible Nerven funktionieren nur noch eingeschränkt oder fallen sogar ganz aus. Dadurch kann beispielsweise das Berührungs- und Vibrationsempfinden ebenso wie das Empfinden für Schmerz und Temperatur vermindert sein oder völlig fehlen. Taubheitsgefühle und fehlende Schmerzen sind gerade im Fußbereich sehr problematisch, weil dort dann unbemerkt Verletzungen entstehen können.
Im weiteren Verlauf kann es auch zur Schädigung von Nerven kommen, die für die Muskelbewegung verantwortlich sind. Muskel- und Sehnenreflexe können beeinträchtigt und Muskeln geschwächt oder gelähmt sein.
Im Unterschied zur schmerzhaften diabetischen Polyneuropathie (DPNP) sind bei der sogenannten autonomen diabetischen Nervenerkrankung Nerven betroffen, die für die Funktion der inneren Organe wie beispielsweise Magen-/Darmbewegungen, Herzschlag oder die Entleerung der Blase eine wichtige Rolle spielen.

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