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Was ist das?

Illustration sexueller Reiz

Eine Erektionsstörung ist die Unfähigkeit, eine für den Geschlechtsverkehr ausreichende Erektion zu erzielen und zu erhalten. Diese äußert sich dadurch, dass der Betroffene keine ausreichende Steifheit des Penis zur Durchführung eines Geschlechtsverkehrs erreicht und/oder die Erektion nicht lange genug aufrecht erhalten kann, um eine befriedigende Sexualität zu erleben. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird dafür oft der ungenaue und negativ besetzte Begriff "Impotenz" verwendet. Medizinisch korrekt ist hingegen der Begriff "Erektile Dysfunktion" (ED). Eine solche liegt dann vor, wenn die Erektionsstörungen wiederholt und häufig auftreten.

Wie funktioniert eine Erektion?

Im Gehirn werden durch Sinnesreize (z.B. Sehen, Hören, Riechen, Berühren oder Fantasien) bestimmte Botenstoffe aktiviert. Diese geben dem Penis das Signal „sexuelle Stimulation“ und bewirken das Entstehen einer Erektion:

  1. Ein bestimmter Botenstoff im Penis (cGMP) verursacht eine Entspannung der glatten Muskulatur der Schwellkörper und eine Erweiterung der zuführenden Blutgefäße im Penis.
  2. In die Blutgefäße des Penis strömt vermehrt Blut ein. Zugleich werden die blutabführenden Venen zusammengedrückt, so dass weniger Blut abfließen kann.
  3. Durch die erhöhte Blutmenge in den Gefäßen wird der Penis steif.

Fazit: Eine Erektion kann nur entstehen und erhalten bleiben, wenn der Botenstoff cGMP in ausreichender Konzentration im Penis vorhanden ist. Bei einem Mangel an cGMP helfen bestimmte Medikamente zur Einnahme, die mit gutem Erfolg gegen Erektionsstörungen eingesetzt werden.

Literaturquellen:

  • NIH Consensus Conference: Impotence. NIH Consensus Development Panel on Impotence. JAMA 1993; 270: 83-90