
Trotz permanenter Forderungen nach Einsparungen im Bereich der Medikamentenverordnungen stellt das Arzneimittel auch heute noch die wichtigste therapeutische und in den meisten Fällen unumgänglichste Maßnahme für den Arzt dar. Für viele Indikationen stehen mehrere Medikamente mit unterschiedlichen Kosten-Nutzen-Profilen auf dem Pharmamarkt zur Verfügung. Für den Arzt wird es somit immer entscheidender, eine verlässliche Informationsquelle für die Entwicklungen und Einführungen neuer, aber auch für bereits eingeführte Medikamente, zu haben.
Zahlreiche Studien beweisen immer wieder: Wichtigste Informationsquelle für den Arzt ist der kompetente Pharmareferent. Er versorgt den Arzt mit dem notwendigen pharmakologischen Wissen zum Arzneimittel, informiert über neueste Erkenntnisse aus Forschung und Wissenschaft - unter anderem von Kongressen und aus Publikationen -, trägt zur Klärung gesundheitspolitischer Fragen bei und kreiert Netzwerke mit den wichtigen Gesprächspartnern im lokalen, regionalen und nationalen Umfeld.
Es ist insbesondere die Vielseitigkeit der Tätigkeit, die den Beruf des Pharmareferenten so spannend macht. Der Pharmareferent analysiert eigenverantwortlich sein Gebiet, plant seine Aktivitäten nach Kosten-Nutzen-Gesichtspunkten, implementiert die Unternehmensstrategie und kontrolliert seinen Erfolg. Voraussetzung für die kompetente, erfolgreiche Bearbeitung eines Außendienstgebietes ist das perfekte Zusammenspiel von eigenverantwortlichem Denken und Handeln, verkäuferischen Fähigkeiten, medizinisch-wissenschaftlichem Know-how und der sozialen Kompetenz im Umgang mit seinen Kunden. Insbesondere wenn die zahlreichen innovativen Arzneimittel aus unserer Forschungspipeline, welche zu den bestgefüllten der Industrie zählt, für die Markteinführung zugelassen sind, stellt sich die Frage des Pharmareferenten: Wann gehe ich am besten mit welchem Thema zu welchem Arzt? Außerdem ist auch Teamarbeit gefordert, vor allem dann, wenn die Abstimmung über Gebietsgrenzen hinaus oder mit den Kollegen anderer Außendienstlinien notwendig wird. Der klassische Einzelkämpfer wird auf Dauer nicht überleben.
Die Ansprechpartner des Pharmareferenten reichen vom Allgemeinarzt, Praktiker und Internisten, über den Facharzt bis hin zu den Experten der universitären Wissenschaft. Immer mehr Bedeutung gewinnen auch Patientenverbände, Berufspolitiker und Vertreter der Kassen und Krankenversicherungen in seiner täglichen Arbeit. Dass dazu ein professionelles Aus-, Weiter- und Fortbildungssystem verbunden mit attraktiven Aufstiegsmöglichkeiten und hervorragenden Sozialleistungen gehören, versteht sich von selbst.

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