Kuriositäten und Innovationen gegen Potenzprobleme

Bad Homburg,  6. Dezember 2010 - 

Keine andere Zeit ist so stark von Gewürzen und Düften geprägt wie der Advent. Lange wurden Zimt, Kardamom & Co. aber nicht vordergründig für Weihnachtsgebäck genutzt. Diese Aromen sollten vielmehr auf natürliche Weise für eine Luststeigerung sorgen und auch bei Potenzproblemen helfen. Heute kann Paaren, die unter Erektionsstörungen leiden, durch wirksame und verträgliche Medikamente, wie so genannte PDE 5-Hemmer, ein flexibles Liebesleben ermöglicht werden.

Männer beschäftigen sich seit jeher mit ihrer Potenz. Casanova versuchte beispielsweise durch besonders scharfe Gulaschsuppe seinem Ruf als Frauenheld gerecht zu werden. Von Johann Wolfgang von Goethe ist bekannt, dass er unter Erektionsstörungen litt – mit diesem Problem setzte er sich sogar literarisch auseinander. Weil damals nachweislich wirkungsvolle Behandlungsmethoden noch fehlten, mussten Männer auf Gewürze oder andere pflanzliche und tierische Produkte vertrauen.

Therapiemethoden im Laufe der Zeit

Schon im Alten Testament werden Männer mit Erektionsstörungen konfrontiert. Die Menschen glaubten, dass Gott Untreue auf diese Weise bestraft. Erst im 15. Jahrhundert beschrieb Leonardo Da Vinci den tatsächlichen Mechanismus einer Erektion und legte damit den Grundstein für die Entwicklung von echten Therapiemethoden. Doch bis wirksame medizinische Behandlungen entwickelt waren, vergingen noch einige Jahrhunderte.

Mit der Vakuumpumpe wurde Ende des 19. Jahrhunderts eine mechanische Therapie entwickelt, bei der Männer mittels eines Zylinders, der auf den Penis aufgesetzt wird, ein Vakuum erzeugen. Dadurch kommt es zu einer starken Durchblutung und somit zu einer Erektion. Auch heute wird diese Therapie noch von Urologen verordnet.

Zwei weitere Behandlungsmöglichkeiten, die ebenfalls noch heute angewendet werden, wurden einige Zeit später entwickelt: Bei der Schwellkörper-Autoinjektionstherapie (SKAT) injizieren sich Männer eine durchblutungsfördernde Substanz in den Penis. Bei der MUSE-Therapie (Medicated Urethral Systems for Erection) wird eine Kapsel in die Harnröhre eingeführt, die ebenso die Durchblutung anregt. In beiden Fällen entsteht eine Erektion ohne vorherige Stimulation.

Mehr Freiheit und Flexibilität durch moderne Medikamente

Heute sind die so genannten PDE 5-Hemmer die Mittel der ersten Wahl bei der Behandlung von Erektionsstörungen. Insgesamt gibt es drei Therapiekonzepte, die Ärzte je nach den individuellen Bedürfnissen des Patienten verordnen können: Für Männer, die sich gemeinsam mit ihrer Partnerin wieder ein flexibles Liebesleben fast wie vor dem Auftreten der Erektionsstörungen wünschen, gibt es eine Tablette in niedrigerer Dosierung, die täglich eingenommen wird. Außerdem stehen länger und kürzer wirksame Präparate zur Verfügung, die bei Bedarf eingenommen werden können. Das länger wirksame Medikament eignet sich für Paare, die beispielsweise in einer Wochenendbeziehung leben. Das kürzer wirksame Präparat kann für Paare eine Option sein, die ihr Liebesleben vorausplanen können.

Fazit: Der Duft von Zimtsternen und der Geschmack von Anisplätzchen verbreitet jedes Jahr aufs Neue eine ganz besondere Stimmung im Advent. Paaren, die von Erektionsstörungen betroffen sind, können zusätzlich moderne Medikamente helfen, diese Zeit wieder mit allen Sinnen zu genießen.