
Biomarker kartiert - Weitreichende Fortschritte in der Krebsforschung
Mit 5 Prozent mehr Umsatz gegenüber dem Vorjahr konnte der Pharmahersteller Eli Lilly and Company auch im dritten Quartal 2009 wieder ein Wachstum verbuchen. An der Umsatzsteigerung sind insbesondere die neueren Medikamente beteiligt. Die Lilly Deutschland GmbH vermeldete u.a. aufgrund des Auslaufens des Patents von Gemzar® einen leichten Umsatzrückgang. Mit der Entwicklung einer innovativen Technologie gelang es Lilly und GE Global Research, eine große Zahl tumorspezifischer Biomarker auf subzellulärer Ebene zu kartieren. Das Verfahren trägt dazu bei, die Effizienz zielgerichteter Krebstherapien zu erhöhen.
Eli Lilly bewegt sich weltweit weiter auf Wachstumskurs: Der Nettogewinn wurde um 22 Prozent auf 1,31 Milliarden Dollar erhöht; der Gesamtumsatz betrug im dritten Quartal 5,56 Milliarden Dollar und wuchs damit um 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die guten Ergebnisse sind u.a. auf die das Antidepressivum Cymbalta®, das Insulin Humalog® und das Krebsmedikament Alimta® zurückzuführen. Zudem trug die Übernahme von ImClone Systems Inc. und die damit verbundene Erweiterung der Produktpalette im Bereich Onkologie zum Umsatzplus bei. Die Lilly Deutschland GmbH erzielte im dritten Quartal 2009 einen Umsatz von 115,65 Millionen Euro und damit 7 Prozent weniger im Vergleich zum dritten Quartal 2008. Der Grund für den Rückgang liegt primär auf dem Patentauslauf von Gemzar®.
Fortschritte im Onkologiebereich
Die Onkologie gehört zu den Hauptforschungsgebieten von Lilly. In Kooperation mit dem Unternehmen GE Global Research konnte Lilly nun einen neuen Meilenstein in der Krebsforschung erreichen. Die Wissenschaftler haben eine neuartige Technologie entwickelt, mit der es zum ersten Mal möglich ist, mehr als 25 Proteine in Tumorzellen darzustellen. Damit kann nun das Netzwerk der Biomarker und ihrer komplexen Signaltransduktionswege innerhalb des Tumors in einer visuellen Karte abgebildet werden. Mit Hilfe des Biomarker-Mappings kann die Entwicklung neuer zielgerichteter Krebsmedikamente verkürzt und es können Patienten identifiziert werden, die von bestimmten Therapien profitieren können. „Wir verstehen heute die molekularen Mechanismen in den Tumorzellen viel besser und sind in der Lage sie zu kartieren“, kommentierte Dr. Hans-Peter Hundemer, Medical Director der Lilly Deutschland GmbH. „Durch das Biomarker-Mapping konnten wir einen wichtigen Schritt in der Krebsforschung erzielen. “
DEC PR00039

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