
Rabattverträge behalten auch nach Patentablauf Gültigkeit
Heute läuft für das Schizophrenie-Präparat Zyprexa® - eines der wichtigsten Präparate aus der Produktpalette von Lilly Deutschland – das Patent ab. Der Ablauf des Zyprexa® Patents hat auf den Fortbestand der von der Lilly Deutschland GmbH mit vielen Krankenkassen geschlossenen Rabattverträge keinen Einfluss.
Rabattiertes Zyprexa® ist nichtrabattierten Generika vorzuziehen und wird daher auch nach Patentablauf für Lilly eine erhebliche wirtschaftliche Bedeutung haben.
Die Zulassung von Zyprexa® (Olanzapin) 1996 war ein Meilenstein in der Behandlung von Patienten mit Schizophrenie. 2002 wurde das Produkt zur Behandlung von mäßig schweren bis schweren manischen Episoden bei bipolaren Störungen zugelassen. Seit 2003 kann das Produkt in dieser Indikation auch zur Phasenprophylaxe – zur vorbeugenden Behandlung – eingesetzt werden, wenn der Betroffene zuvor in der manischen Episode auf eine Behandlung mit Olanzapin angesprochen hat. Fünf Jahre später, 2008, folgte mit der Einführung von Olanzapin-Pamoat eine langwirksame Formulierung des Wirkstoffs in der Behandlung der Schizophrenie.
Auch nach Ablauf des Patents behalten die Rabattverträge für das Schizophrenie-Präparat Zyprexa® ihre Gültigkeit. Die ärztliche Verordnung des rabattierten Präparates wird im Falle einer Wirtschaflichkeitsprüfung gemäß § 106 SGB V positiv berücksichtigt. Für den Arzt bedeutet das, dass der Rabattvertrag in jedem Fall die Berechnungsgrundlage für einen Regress bzw. die Regressforderung verringert.
Stark in ZNS – die Lilly Forschungspipeline
Erkrankungen des Zentralen Nervensystems wie zum Beispiel Schizophrenie oder Depression verändern das Leben der Betroffenen und ihres sozialen Umfelds wie kaum ein anderes Krankheitsbild. Die vielfältigen Symptome können für die Patienten eine enorme Belastung darstellen. Psychische Störungen können sie beispielsweise daran hindern, am Alltag teilzunehmen.
Lilly setzt deshalb auch in Zukunft auf Forschung und die Einführung von innovativen Produkten zur Behandlung von ZNS-Erkrankungen. In der Forschungspipeline des Unternehmens befinden sich derzeit unter anderem der Wirkstoff Solanezumab zur Behandlung der Alzheimer-Erkrankung sowie ein Agonist des mGlu2/3-Rezeptors zur Behandlung der Schizophrenie.
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