Die Einführung des Insulins zur Behandlung des Diabetes ebenso wie die Massenproduktion des Penicillins und die Bereitstellung eines Impfstoffs gegen Kinderlähmung sind Meilensteine unserer mehr als 130-jährigen Firmengeschichte. Und das ist längst nicht alles. Blicken Sie mit uns zurück:

Am 10. Mai 1876 gründete Colonel Eli Lilly mit drei Mitarbeitern und einem Startkapital von 1.400 US-Dollar das Pharmaunternehmen Eli Lilly and Company in Indianapolis, Indiana, USA. Seither hat Lilly zahlreiche bahnbrechende Leistungen auf dem Gebiet der modernen Medizin erbracht mit dem Ziel, Patienten in die Lage zu versetzen, länger, gesünder und aktiver zu leben.

Die 80er Jahre des 19. Jahrhunderts

Lilly ist eines der ersten Unternehmen, das einem anspruchsvollen pharmazeutischen Forschungsprogramm folgt. Als erster Wissenschaftler wird ein Chemiker verpflichtet. Seine Aufgabe ist es, für die gleichbleibende Qualität der Medikamente zu sorgen. Ein Novum in dieser Zeit.

Die 20er Jahre des 20. Jahrhunderts

Unsere Forschungsabteilung arbeitet gemeinsam mit Frederick Banting und Charles Best von der Universität von Toronto an der Isolierung und Reinigung von Insulin zur Behandlung von Diabetes, nachdem dort die Bedeutung von Insulin für den Zuckerstoffwechsel erkannt worden war. Damals war Diabetes mellitus noch eine tödliche Krankheit, für die es keine effektive Behandlung gab. Das Ergebnis dieser Forschungsarbeiten ist das weltweit erste Insulinpräparat, das Lilly 1923 auf den Markt bringt.

Lilly initiiert ein Forschungsprogramm zur Entwicklung und Behandlung perniziöser Anämie, einer lebensbedrohlichen Blutkrankheit. Ein Medikament aus Leberextrakt wird entwickelt und gilt jahrzehntelang als Standardtherapie. Hierfür erhielten zwei Forscher an der Harvard University, die mit Lilly an diesem Projekt zusammen gearbeitet hatten, gemeinsam den Nobelpreis.

Die 40er Jahre

Lilly entwickelt als eines der ersten Unternehmen eine Methode zur Massenproduktion von Penicillin, dem ersten Antibiotikum der Welt. Damals nahm Lilly als einer der ersten den Kampf gegen Infektionskrankheiten auf.

Die 50er Jahre

Lilly entwickelt den weltweit ersten Impfstoff gegen Polio (Kinderlähmung). Das Unternehmen bringt Vancomycin1, ein stark wirksames Antibiotikum, auf den Markt. Vancomycin ist noch heute häufig das Mittel der Wahl und die letzte Hoffnung bei lebensbedrohlichen Infektionen mit resistenten Erregern.

Lilly entwickelt Erythromycin1. Durch das breite antibakterielle Spektrum kann dieses Antibiotikum eine Alternative für die Behandlung von Patienten sein, die gegen Penicillin allergisch sind.

Die 60er Jahre

Lilly bringt das erste einer Vielzahl von oral verabreichbaren und injizierbaren Antibiotika auf den Markt, die zur neuen Klasse der Cephalosporine gehören. In den folgenden zwei Jahrzehnten entwickelt das Unternehmen innovative chemische Methoden, die die Massenproduktion dieser Arzneimittel ermöglichen.

Das Unternehmen entwickelt außerdem die Krebsmedikamente Vincristin1 und Vinblastin1, die als Vinca-Alkaloide bekannt sind und aus Vinca rosea (Madagaskar-Immergrün) gewonnen werden.

Sehr wichtig ist seit Anfang der 60er Jahre auch der Bereich Elanco - Tierarzneimittel und Futterzusatzstoffe.

Die deutsche Lilly-Tochtergesellschaft wird in Frankfurt am Main gegründet, die Wahl des Firmenstandortes fällt auf Gießen.

Die 70er Jahre

 

Cephaclor1, ein Cephalosporin, wird eingeführt und entwickelt sich zu dieser Zeit zum weltweit meistverkauften Antibiotikum, das oral eingenommen wird.

Lilly engagiert sich in einem neuen therapeutischen Bereich und führt Dobutamin1, ein innovatives und lebensrettendes Herz-Kreislauf-Medikament, ein.

Lilly Deutschland vergrößtert sich - ein neuer Firmensitz für die Verwaltung entsteht in Bad Homburg.

Die 80er Jahre

1982 führt Eli Lilly and Company das erste rekombinante Humaninsulin1 ein, das mit dem vom menschlichen Körper produzierten Insulin identisch ist – ein wichiger Durchbruch in der Diabetestherapie.

Humaninsulin ist weltweit das erste gentechnisch – unter Verwendung der rekombinanten DNA-Technologie – hergestellte Medikament.

Später wendet Lilly diese Technologie auch zur Produktion von Somatropin1 an, einem Medikament zur Behandlung von Wachstumshormonmangel.

Lilly entwickelt Fluoxetin1, das erste Produkt einer wichtigen neuen Medikamentenklasse zur Behandlung klinischer Depression. Fluoxetin gehört bis heute zu den weltweit meistverordneten Antidepressiva.

Die 90er Jahre

Mit Abciximab1 entwickelt Lilly ein Wirkprinzip zur Vermeidung von Komplikationen bei Gefäßoperationen am Herzen (Herzinfarkt, instabile Angina pectoris).

Der Wirkstoff Gemcitabin1 kommt auf den Markt. Er ermöglicht eine Krebstherapie für Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs, nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (seit 1998), Harnblasenkarzinom (seit 2002), Brustkrebs (seit 2003) und Eierstockkrebs (seit 2004).

Mit der weltweiten Einführung des ersten Insulin-Analogons Insulin lispro1 (Antidiabetikum) gelingt Lilly ein weiterer Fortschritt in der Diabetes-Therapie.

Im Bereich Psychiatrie/Neurologie wird der Wirkstoff Olanzapin1 zur Behandlung der Schizophrenie, ab 2002 zur Behandlung manischer Episoden bei bipolaren Störungen und ab 2003 auch zur Phasenprophylaxe bei bipolaren Störungen (nach Ansprechen in der manischen Episode) zugelassen.

Darüber hinaus wird der Wirkstoff Raloxifen1 zur Vorbeugung der Osteoporose bei Frauen nach den Wechseljahren eingeführt. Seit 2000 hat der Wirkstoff zudem die Zulassung zur Behandlung der postmenopausalen Osteoporose.


Der Standort Gießen wird zum internationalen Distributionszentrum ausgebaut.

Das 21. Jahrhundert

Zur Behandlung von Osteoporose wird Teriparatid1 zugelassen.

Im Bereich Urologie führt Lilly den Wirkstoff Tadalafil1 zur Behandlung der erektilen Dysfunktion (Erektionsstörung) ein.

Mit der Zulassung von Pemetrexed1 steht erstmals ein Wirkstoff zur Behandlung des Asbesttumors (Mesotheliom) zur Verfügung. Pemetrexed wird zudem zeitgleich für die Zweitlinientherapie des nicht-kleinzelligen Lungenkrebses zugelassen.

Lilly führt mit Duloxetin1 das weltweit erste Medikament zur Therapie von Frauen mit mittelschwerer bis schwerer Belastungsinkontinenz in Europa ein. Der Wirkstoff erhält zudem drei weitere Zulassungen: Zur Behandlung von Depression, von generalisierter Angststörung sowie gegen Schmerzen im Rahmen der diabetischen Polyneuropathie.

Atomoxetin1 erhält die Zulassung zur Behandlung von Aufmerksamkeitsdefizit-/
Hyperaktivitätsstörung.

Zur Behandlung des Typ 2 – Diabetes erhält der Wirkstoff Exenatide1 die Zulassung.

2009 erhält der mit Daiichi Sankoy entwickelte Thrombozytenaggregationshemmer Prasugrel1 die Zulassung für die Behandlung von Patienten mit akutem Korornarsyndrom und primärer oder verzögerter perkutaner Koronarintervention.

2010 folgt die Einführung des Wirkstoffs Tadalafil1 zur Behandlung der pulmonalen arteriellen Hypertonie (PAH), einer Form des Lungenhochdrucks.

 

Lilly Deutschland feiert sein 50-jähriges Jubiläum.

  1. Alle angegebenen Wirkstoffe sind verschreibungspflichtig.