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4.–5. Mai 2018 in Frankfurt am Main

2. Lilly Rheumatologie Forum

1 JAHR JAK-INHIBITION BEI DER RA
VORTRÄGE
 

Freitag, 4.Mai
Verträglichkeit – was zeigen die Erfahrungen im klinischen Alltag?

Prof. Dr. E. Feist 
 
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Freitag, 4.Mai
Die orale, selektive JAK-1 und JAK-2 Hemmung – ein schlüssiges Konzept in der intrazellulären Immunmodulation?

Prof. Dr. T. Witte 

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INTERVIEWS
 

Prof. Dr. T. Witte, Hannover

 

ZUSAMMENFASSUNG DER VORTRÄGE

Die orale, selektive JAK-1 und JAK-2 Hemmung – ein schlüssiges Konzept in der intrazellulären Immunmodulation?

Um mehr Patienten in Remission oder niedrige Krankheitsaktivität zu bringen, werden neue Therapien benötigt.1,2 Die seit einem Jahr zur Verfügung stehende Substanzklasse der JAK-Inhibitoren hemmt erstmals intrazellulär den JAK-STAT-Signalweg zur Aktivierung proinflammatorischer Zytokine. Damit wird nicht nur der Signalweg eines Zytokins spezifisch unterbunden, sondern der von mehreren Entzündungsmediatoren. Der orale JAK-Inhibitor Baricitinib hemmt selektiv die Enzyme JAK1 und JAK2, mit niedrigerer Potenz gegenüber JAK3 und TYK2, und inhibiert kompetitiv die Downstream-Signalübertragung.3,4 Als small molecule hat Baricitinib eine rasche Resorption von ca. 1 h und eine Halbwertszeit von 12,5 h. Zudem werden keine Anti-Drug-Antikörper gebildet, weshalb sich kaum ein sekundärer Wirkverlust ergibt.5

Wirksamkeit – spiegeln die Studienergebnisse den klinischen Alltag wider?

Die Anforderungen, die an neue Arzneien im Rahmen klinischer Studien gestellt werden, haben in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Der orale JAK-Inhibitor Baricitinib ist in dem breit angelegten Studienprogramm mit nahezu 3.500 behandelten Patienten mit rheumatoider Arthritisi – von cDMARD-naiva bis bDMARD-IR – in klinischen und durch den Patienten berichteten Endpunkten (PRO) diesen Anforderungen gerecht geworden, hat sich als konsistent wirksam erwiesen und zeigte ein günstiges Verträglichkeitsprofil.6,7,8,9,10 Hervorzuheben ist der belegte schnelle Wirkeintritt und die langanhaltende Wirksamkeit von Baricitinib.3,7 Darüber hinaus berichteten Patienten in allen Studien über signifikante Verbesserungen für die meisten PROs – insbesondere für den Parameter Schmerz kommt es unter Baricitinib zu einer schnellen Reduktion.7 Eine aktuelle Post-hoc-Analyse unterstreicht zudem die vergleichbar gute Wirksamkeit und Sicherheit bei Patienten verschiedener Altersgruppen; so auch bei älteren Patienten.11
Die eigenen Erfahrungen zeigen, dass im Vergleich mit der Studie RA-BEAM 50 % der behandelten Patienten im klinischen Alltag vergleichbar schnell und 30 % sogar schneller auf Baricitinib ansprachen; 30 % erhielten Baricitinib als Monotherapie.

Verträglichkeit – was zeigen die Erfahrungen im klinischen Alltag?

Nach rund 12-monatiger Anwendung in der klinischen Praxis fällt die Bilanz für Baricitinib positiv aus. Die Akzeptanz bei Ärzten und Patienten ist hoch. Die Therapieerfahrungen zeigen nur wenige Therapieabbrüche wegen Nebenwirkungen oder Wirkungslosigkeit – auch bei erfolglos mit mehreren bDMRDs vorbehandelten Patienten.
Unter Baricitinib traten in den klinischen Studien am häufigsten eine Erhöhung der Lipidparameter (33,6 %), Infektionen der oberen Atemwege (14,7 %) und Übelkeit (2,8 %) auf.3 Das Risiko für Herpes zoster ist gegenüber Placebo erhöht (1,4 % vs. 0,4 %), ebenso das Risiko von Thrombozytosen.3 Eine Herpes zoster Impfung vor Therapiebeginn wird daher empfohlen. Die Rate schwerwiegender Infektionen blieb sowohl in den klinischen Studien als auch im Alltag stabil – so auch unter Langzeitbehandlung.12


 

i Olumiant® ist angezeigt zur Behandlung von mittelschwerer bis schwerer aktiver rheumatoider Arthritis bei erwachsenen Patienten, die auf eine vorangegangene Behandlung mit einem oder mehreren krankheitsmodifizierenden Antirheumatika unzureichend angesprochen oder diese nicht vertragen haben. Olumiant® kann als Monotherapie oder in Kombination mit Methotrexat eingesetzt werden.
Olumiant® kann als Monotherapie oder in Kombination mit Methotrexat eingesetzt werden.

a DMARD-naive Patienten sind nicht in die Zulassung eingeschlossen; die Ergebnisse der RA-BEGIN-Studie bei MTX- (bzw. DMARD)-naiven Patienten unterstützen die Anwendung von Olumiant® bei Patienten mit einem unzureichenden Ansprechen auf oder einer Unverträglichkeit gegen andere DMARDs.

Referenzen:

  1. Albrecht K et al. Z Rheumatol 2017; 76:50–57.
  2. Smolen JS et al. Ann Rheum Dis. 2017; 76:960–977.
  3. Fachinformation Olumiant®
  4. 4 Fridman JS et al. J Immunol 2010; 184:5298-5307.
  5. Shi JG et al. J Clin Pharmacol 2014; 54(12): 1354-1361.
  6. Fleischmann R et al. Arthritis Rheumatol. 2017; 69(3):506–517.
  7. Taylor PC et al. N Engl J Med. 2017; 376:652-662.
  8. Dougados M et al. Ann Rheum Dis. 2017; 76(1):88–95.
  9. Genovese MC et al. N Engl J Med. 2016; 374(13):1243–52.
  10. Smolen JS et al. Ann Rheum Dis 2016; 75 (Suppl 2):243–244.
  11. Fleischmann R et al. RMD Open 2017; 3:e000546.
  12. Genovese MC et al. Abstract ACR/ARHP Ann Meet 2017; [Poster #511].