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4.–5. Mai 2018 in Frankfurt am Main

2. Lilly Rheumatologie Forum

PsA - Neue Therapieoptionen
VORTRÄGE
 

Samstag, 5. Mai
Therapieziele bei der PsA – Der Blick auf den Patienten: Welche Rolle spielen PROs?

PD Dr. Iking-Konert

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Samstag, 5. Mai
Therapieziele bei der PsA – Die rheumatologische Sicht

Prof. Dr. A. Krause

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Samstag, 5. Mai
Dermatologie für Rheumatologen: IL-17A – innovatives Wirkprinzip bei PsO

Prof. Dr. D. Thaçi 

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Samstag, 5. Mai
Therapieziele bei der PsA – Die dermatologische Sicht

PD Dr. A. Körber 

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INTERVIEWS
 

Prof. Dr. G. Schett, Erlangen



Prof. Dr. D. Thaçi, Lübeck

 

ZUSAMMENFASSUNG DER VORTRÄGE

Dermatologie für Rheumatologen: IL-17 A – innovatives Wirkprinzip bei PsO

Es sind spannende Zeiten angesichts vieler Innovationen in der Dermatologie. Mit den IL-17A-Inhibitoren wurde die Messlatte für Behandlungserfolge bei der Plaque-Psoriasis höher gelegt: Erscheinungsfreiheit ist für viele Patienten ein realistisches Ziel geworden.1,2 So erreichten Patienten unter dem hochspezifischen IL-17A-Inhibitor Ixekizumabi,ii nach 12 Wochen im Durchschnitt eine PASI 90-Verbesserung – unabhängig davon, ob sie Biologika-naiv oder mit Biologika vorbehandelt waren.2,3 Auch die schnelle Wirkung mit einer mehr als 50-prozentigen Reduktion des durchschnittlichen PASI bereits nach 2 Wochen begeistert Dermatologen. Studien zeigen zudem, dass ein PASI 90-Ansprechen von 70% und ein PASI 100-Ansprechen von 47% der Patienten nahezu konstant über 3 Jahre gehalten werden konnte.4 Ixekizumab zeigt auch im direkten Vergleich mit Etanercept eine überlegene Wirksamkeit auf besondere Lokalisationen, wie die Nägel oder Kopfhaut.5,6

Innovative Wirkprinzipien für die PsA aus Sicht des Rheumatologen

Die Heterogenität der PsA stellt für die Behandlung eine Herausforderung dar. Es ist wichtig, in klinischen Studien neben dem ACR-Ansprechen auch die Wirksamkeit auf Enthesitis, Daktylitis und Nagel-Psoriasis als häufige Manifestationen zu analysieren. Die Orientierung am Therapieziel Minimal Disease Activity (MDA) anhand des evaluierten Tools ist dafür sinnvoll.7 Die Pathomechanismen bei PsA sowie die zentrale Rolle von IL-17A bei PsO und PsA sprechen für die zielgerichtete Therapie mit IL-17A-Inhibitoren wie Ixekizumab mit überzeugender Wirksamkeit auf alle MDA-Kriterien. Ixekizumab wurde sowohl bei Biologika-naiven als auch bei Patienten mit vorheriger TNF-Inhibitor-Therapie untersucht.8,9 Die hohen ACR-Ansprechraten wurden in beiden Patientengruppen gleichermaßen nachgewiesen. Mit der SPIRIT-P2-Studie liegen somit erstmalig für die Rheumatologie bei der aktiven PsA Daten zur Wirksamkeit nach einem vorherigen Anti-TNF-Therapieversagen in einer separaten Studie vor.9

Therapieziele bei der PsA - Die rheumatologische Sicht

So vielfältig die klinischen Manifestationen der PsA, so divers sind auch die Messinstrumente zur Beurteilung der Krankheitsaktivität und des Therapieerfolgs. Neben der Anzahl geschwollener Gelenke sollten unter anderem Enthesitis und Daktylitis berücksichtigt werden. Aber auch Parameter wie die Schmerzbeurteilung, die Funktionseinschränkungen oder Lebensqualität sind wichtig für die Patientenzufriedenheit und sollten evaluiert werden. Auch wenn Scores, wie der sog. DAPSA oder MDA, existieren, gibt es kein Messinstrument, das umfassend alle Parameter – sowohl die klinischen Manifestationen als auch Entzündungsparameter im Blut – erfasst. Daher sollte im Sinne des „Treat-to-Target“-Prinzips die Betrachtung unter Kombination mehrerer Parameter erfolgen, z.B. mittels eines MDA ergänzt um CRP und Sonografie.10

Therapieziele bei der PsA - Die dermatologische Sicht

Das Wissen rund um Psoriasis als Systemerkrankung wächst stetig und ermöglicht, heute innovative spezifische Therapien einzusetzen, die mehr als nur die Haut behandeln können.11 Natürlich wollen wir die Haut und Lebensqualität unserer Patienten verbessern – hier konnten wir dank der IL17-Inhibitoren die Ziele immer höherstecken, aber v.a. gilt es Langzeitschäden zu vermeiden. Mit Blick auf die PsA ist die Früherkennung das wichtigste Ziel, um die Progression aufzuhalten, z.B. durch Edukation, dass eine Nagel-Psoriasis und besonders Nagelmatrixveränderungen ein starker Prädiktor für PsA sind.12 Für ein optimiertes, differenziertes Patientenmanagement müssen wir eine lebendige Kooperation zwischen Dermatologen und Rheumatologen etablieren, wobei spezialisierte Dermatologen einzubinden sind, die solch innovative Therapien anwenden.13

Therapieziele bei der PsA
Der Blick auf den Patienten: Welche Rolle spielen PROs?

Das komplexe Krankheitsbild der PsA ist nicht mit einem einzelnen Messinstrument abzubilden. Selbst der evaluierte DLQI zur Erfassung der Lebensqualität ist nur bedingt aussagekräftig. Denn trotz eines relativ geringen Hautbefalls – gemessen am PASI – kann die Lebensqualität bei Psoriasis-Patienten stark eingeschränkt sein. Dies ist z.B. der Fall bei Beteiligung besonderer Lokalisationen wie der Nägel oder Genitalien.13 Weitere Faktoren, die die Lebensqualität bei PsA maßgeblich beeinflussen sind Reduktion des Schmerzes, der körperlichen Funktionseinschränkung sowie der Müdigkeit.7 Letzteres wurde bislang bei PsA noch wenig beleuchtet. Studien, die diese Aspekte evaluieren, haben daher eine große Bedeutung, um die Wirksamkeit und den Nutzen einer Therapie aus Patientensicht zu beurteilen. Auswertungen von PROs zu Taltz® bescheinigen dem IL-17A-Inhibitor eine starke und schnelle Schmerzreduktion sowie eine Verbesserung des Funktionsniveaus bei PsAi.8,9


 

i Taltz®, allein oder in Kombination mit Methotrexat, ist angezeigt für die Behandlung erwachsener Patienten mit aktiver Psoriasis-Arthritis, die unzureichend auf eine oder mehrere krankheitsmodifizierende Antirheumatika (DMARD) angesprochen oder diese nicht vertragen haben.

ii Taltz ist angezeigt für die Behandlung erwachsener Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis, die für eine systemische Therapie in Frage kommen.

Referenzen

  1. Gordon KB et al. N Engl J Med 2016; 375(4): 345-356
  2. Griffiths CE et al. Lancet 2015; 386: 541-551
  3. Leonardi C et al [Poster]. AAD, 2016, Washington DC, USA; P3100
  4. Leonardi C et al [Poster]. AAD, 2018, San Diego, USA; P6581
  5. Dennehy EB et al. J Drugs Dermatol 2016; 15(8): 968-961
  6. Reich K et al. J Dermatolog Treat 2016; 19:1-23
  7. Coates LC et al. J Rheumatol. 2016; 43(2): 371-375
  8. Mease PJ et al. Ann Rheum Dis 2017; 76(1): 79-87
  9. Nash P et al. Lancet 2017; 389: 2317-2327
  10. Smolen J et al. Ann Rheum Dis 2018; 77: 3-17
  11. Langenbruch A et al. Arch Dermatol Res 2016; 308: 401-408
  12. Augustin M et al Br J Dermatol 2010; 163(3): 580-5
  13. Von Kiedrowski R et al onkoderm e.V.: Behandlungspfad Psoriasis 2016

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