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Corona-Virus

Lilly unterstützt Regierungsappell und startet Kooperation zur Entwicklung von Antikörpern gegen SARS-CoV-2

16.03.2020

Lilly hat sich bereits frühzeitig intensiv mit dem Thema Coronavirus auseinandergesetzt. Es wurden zahlreiche präventive Maßnahmen zum Schutz von Ärzten, Mitarbeitenden, Dienstleistern und Gästen sowie zur Sicherstellung der Versorgung von Patienten mit Arzneimitteln ergriffen. Darüber hinaus wurde eine Forschungskooperation mit dem kanadischen Unternehmen AbCellera gestartet. Ziel ist, im Sommer mit klinischen Studien zur Prävention und Behandlung von COVID-19 zu beginnen.

Lilly Deutschland unterstützt die Absicht der deutschen Bundesregierung, die Verbreitung des Corona-Virus SARS-CoV-2 möglichst stark zu verlangsamen. Ziel ist es, wertvolle Ressourcen im Gesundheitswesen zu schonen und damit Menschenleben zu retten. Aus diesem Grund sagte das Unternehmen in den zurückliegenden Wochen zum Beispiel Veranstaltungen ab, begrenzte das nationale und internationale Reiseaufkommen und ersetzte zahlreiche persönliche durch virtuelle Meetings. Aktuell erledigen fast alle Mitarbeitenden ihre Arbeit im Home Office – die wohl effektivste Maßnahme, um die Wahrscheinlichkeit einer Infektion zu reduzieren und die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.

Lieferkette funktioniert

Lillys Geschäftsführerin Petra Jumpers erläutert: „Das neuartige Virus SARS-CoV-2 stellt unsere Gesellschaft, den Gesundheitssektor, Wirtschaft, Politik und zahlreiche weitere Akteure vor große Herausforderungen. Als weltweit führendes Unternehmen im Gesundheitswesen haben wir uns in den vergangenen Wochen intensiv mit dem Corona-Virus befasst und uns auf viele denkbare Szenarien bestmöglich vorbereitet. Neben dem Schutz unserer Mitarbeitenden liegt der Fokus darauf, die Versorgung der Patienten mit unseren Arzneimitteln sicherzustellen. Stand heute erwarten wir weiterhin keine Lieferschwierigkeiten. Wir tun alles, um unsere Lieferkette weiter abzusichern. Auf übergeordnete Prozesse und Entscheidungen, wie zum Beispiel Grenzschließungen, haben wir natürlich keinen Einfluss. Jedoch können wir auch hier betonen, dass wir dieses Szenario bereits in unseren Planungen berücksichtigt haben und unsere Waren aktuell alle Grenzen reibungslos passieren können."

Ambitioniertes Forschungsziel: Start klinischer Studien zu neuen Medikamenten gegen SARS-CoV-2 in vier Monaten

Darüber hinaus gab das Lilly Headquarter in Indianapolis am 12. März 2020 eine Forschungskooperation mit dem kanadischen Unternehmen AbCellera Biologics Inc. zur Entwicklung von Antikörpern gegen SARS-CoV-2 bekannt. Im ersten Schritt wollen AbCellera und Lilly aus mehr als 500 Antikörpern, die von einem der ersten in den USA genesenen SARS-CoV-2-Patienten isoliert wurden, diejenigen Antikörper identifizieren, die zur Herstellung eines Therapeutikums zur Prävention und Behandlung des Corona-Virus am besten geeignet scheinen. Ziel ist es, innerhalb der kommenden vier Monate potenzielle neue Therapien zu entwickeln und in klinische Studien mit Patienten zu bringen. Ein ambitioniertes Ziel, denn normalerweise dauert es mehrere Jahre, um solche Wirkstoffe zu entwickeln und zu testen.

Im Erfolgsfall soll die Therapie den Menschen möglichst schnell zugänglich gemacht werden. Deshalb steht Lilly bereits jetzt weltweit mit den Zulassungsbehörden in Kontakt, damit auf dem Weg zur wirksamen Behandlung des Corona-Virus keine Zeit vergeudet wird.

Mit diesem Engagement unterstreicht Lilly einmal mehr den Ruf, mit Fürsorge und Forschergeist daran zu arbeiten, das Leben der Menschen weltweit zu verbessern. Durch die Zusammenarbeit werden wertvolle Ressourcen und einzigartige Kompetenzen beider Unternehmen gebündelt. So wird unter anderem eine von AbCellera im Auftrag der US-Behörde DARPA (Defense Advanced Research Projects Agency) entwickelte Plattform zur schnellen Entwicklung medizinischer Gegenmaßnahmen bei viralen Erkrankungen mit Lillys Fähigkeiten zur zügigen Entwicklung, Herstellung und Verteilung von therapeutischen Antikörpern verknüpft.

PP-MG-DE-0696