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Lilly Deutschland GmbH

Rheumatoide Arthritis: Neue Therapieoption zugelassen

15.02.2017

Bad Homburg - In Kürze wird Lilly Deutschland Ärzten eine neue Behandlungsmöglichkeit für Erwachsene mit mittelschwerer bis schwerer aktiver rheumatoider Arthritis zur Verfügung stellen. Wie das Unternehmen mitteilt, hat die Europäische Kommission die innovative orale Therapie mit dem Wirkstoff Baricitinib in der EU zugelassen.

Mit der neuen Therapieoption erweitert Lilly Deutschland sein Indikationsspektrum und engagiert sich künftig auch im Bereich Rheumatologie. Das Unternehmen verfügt über eine anerkannte Expertise im Bereich chronischer Erkrankungen und forscht seit Jahren an wirksamen Therapien für einige der häufigsten Erkrankungen des Immunsystems, zu denen auch die rheumatoide Arthritis zählt. Mit dem nun zugelassenen Wirkstoff können erwachsene Patienten behandelt werden, die auf krankheitsmodifizierende Antirheumatika unzureichend angesprochen oder diese nicht vertragen haben. Simone Thomsen, Geschäftsführerin von Lilly Deutschland, betont: „Wir bei Lilly wollen das alltägliche Leben der Menschen positiv verändern. Dafür haben wir uns unter anderem der Erforschung, Entwicklung und Herstellung qualitativ hochwertiger Medikamente verschrieben. Die Zulassung von Baricitinib hält für viele Menschen mit rheumatoider Arthritis einen großen Nutzen bereit und bietet ihnen eine neue einfach anwendbare orale Therapiemöglichkeit.“

Denn trotz der aktuell zur Verfügung stehenden Therapieoptionen zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis, erreichen viele Patienten nicht das Therapieziel einer anhaltenden Krankheitskontrolle (Remission).1,2 Es besteht daher der medizinische Bedarf an neuen Therapieoptionen, um die Versorgung der Patienten zu verbessern. Das neue Medikament orientiert sich eng an den Patientenbedürfnissen und kann - im Gegensatz zu vielen anderen Rheumamedikamenten - als Tablette oral eingenommen und bei Zimmertemperatur gelagert werden. Die einmal tägliche Einnahme lässt sich leicht in den Alltag integrieren und kann unabhängig von den Mahlzeiten zu jeder Tageszeit erfolgen.3

Über rheumatoide Arthritis

Rheumatoide Arthritis (RA) ist eine entzündliche Systemerkrankung des Bindegewebes, die chronisch-fortschreitend zur Zerstörung der Gelenke führen kann.4,5 Weltweit leiden über 23 Millionen Menschen an RA6, in Deutschland sind es laut Schätzungen 550.0007. Frauen sind etwa dreimal so häufig betroffen wie Männer. Für die medikamentöse Therapie der RA stehen aktuell die folgenden Gruppen von Medikamenten zur Verfügung: nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR), Glukokortikoide, klassische krankheitsmodifizierende Basismedikamente - die conventional Disease Modifying Anti-Rheumatic Drugs (cDMARDs) wie z.B. Methotrexat, sowie Biologika - biologic Disease Modifying Anti-Rheumatic Drugs (bDMARDs) -, die meist selektiv ein in der Pathogenese der RA beteiligtes Zytokin inhibieren.8

 

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Quellen:

  1. Smolen JS, Aletaha D, and McInnes IB. Rheumatoid arthritis. Lancet 2016; Epub: 1-16.
  2. Prince FH, Bykerk VP, Shadick NA, et al. Sustained rheumatoid arthritis remission is uncommon in clinical practice. Arthritis Research and Therapy 2012; 14: R68.
  3. Gebrauchsinformation Olumiant®. Stand Februar 2017.
  4. Ruderman E, and Tambar S. American College of Rheumatology (ACR): Rheumatoid Arthritis. Online unter: http://www.rheumatology.org/practice/clinical/patients/diseases_and_conditions/ra.asp. Zuletzt aufgerufen am 14.12.2016.
  5. Kahlenberg JM, and Fox DA. Advances in the medical treatment of rheumatoid arthritis. Hand Clinics 2011; 27: 11-20.
  6. World Health Organization (WHO): The global burden of disease 2004 update. Online unter: http://www.who.int/healthinfo/global_burden_disease/GBD_report_2004update_full.pdf, zuletzt aufgerufen am 14.12.2016.
  7. Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh). Rheuma in Zahlen. Online unter: http://dgrh.de/fileadmin/media/Die_DGRH/Presse/Rheuma_in_ZahlenNov2015.pdf. Zuletzt aufgerufen am 14.12.2016.
  8. Schneider M, et al. Interdisziplinäre Leitlinie: Management der frühen rheumatoiden Arthritis. Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh), 3. überarbeitete Auflage, 08/2011: 1-143.