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Lilly startet Aufklärungskampagne für Menschen mit Schuppenflechte

Neue Patienteninitiative soll Mut machen und aufzeigen: Schuppenflechte ist heutzutage gut behandelbar

27.10.2017

Rund 125 Millionen Menschen weltweit – davon ca. zwei Millionen in Deutschland – leiden an Schuppenflechte, einer chronisch-entzündlichen Erkrankung, die sich vor allem auf der Haut zeigt.1,2 Aufgrund der Entzündung im Körper gibt es zahlreiche mögliche Begleiterkrankungen, die sich unter der Haut abspielen. Patienten durchleben nicht selten eine lange, leidvolle Odyssee, bis sie zu einem auf Schuppenflechte spezialisierten Hautarzt gelangen, der auch modernen Behandlungsmöglichkeiten, wie beispielsweise sogenannten Biologika, offen gegenübersteht.3 Diese können bei mittelschweren bis schweren Formen heutzutage eine beinahe beschwerdefreie Haut und ein weitgehend normales Leben ermöglichen.3 Mit der Aufklärungsinitiative, die am 1. November startet, möchte Lilly Patienten Mut machen, sich gezielt zu informieren und einen Hautarzt aufzusuchen, der sie auf dem Weg zu einer möglichst beschwerdefreien Haut unterstützen kann.

Schuppenflechte: mehr als nur eine Hauterkrankung

Von den rund zwei Millionen Menschen mit Schuppenflechte leiden ca. 400.000 an einer mittelschweren bis schweren Form.2 Je schwerer die Ausprägung, desto stärker vermindert sich die Lebensqualität.4 Insbesondere wenn die entzündete Haut sichtbare Körperstellen, die sich nicht so leicht verdecken lassen, wie z. B. Gesicht und Hände, oder den Intimbereich betreffen, leiden Körper und Seele umso mehr.5 Scham und vermindertes Selbstwertgefühl können sich negativ auf sämtliche Lebensbereiche auswirken: auf Beruf, Partnerschaft oder das alltägliche Leben.5

Die Ursache der nicht ansteckenden, chronisch-entzündlichen Hauterkrankung ist ein überaktives Immunsystem, welches zu viele Botenstoffe produziert, die eine beschleunigte Hauterneuerung bewirken.3,6 Dies führt zu den für die Schuppenflechte charakteristischen entzündlichen Hautveränderungen (Plaques), die nicht nur schmerzhaft, sondern auch mit Juckreiz verbunden sein können.7

Doch oftmals erkrankt nicht nur die Haut: So kann die chronische Entzündung im Körper u. a. auch dazu führen, dass Menschen mit Schuppenflechte ein erhöhtes Risiko haben, weitere Begleiterkrankungen zu entwickeln, beispielsweise Diabetes, Bluthochdruck, Psoriasis-Arthritis oder auch Depression.3,8

Aufklärung und bessere Versorgung sind dringend notwendig

Viele Patienten durchleben nicht selten eine lange, leidvolle Odyssee, bis sie einen Facharzt finden, der auf Psoriasis spezialisiert ist und ihnen helfen kann. Fakt ist, dass nur rund ein Drittel der Hautärzte in Deutschland bei mittelschweren bis schweren Verläufen innerlich wirkende Medikamente, sogenannte Systemtherapien, einsetzt, zu denen auch moderne Biologika gehören.9

Ein Leben ohne Einschränkung? Medizinischer Fortschritt macht vieles möglich

Auch wenn Schuppenflechte nicht heilbar ist, so ist doch die gute Nachricht, dass die Hautveränderungen und Beschwerden durch eine geeignete Behandlung oft erfolgreich gebessert, in manchen Fällen sogar soweit unterdrückt werden können, dass kaum noch etwas davon zu sehen ist – bis hin zu einem vollständigen Verschwinden der Plaques.4,10

Denn dank intensiver Forschung hat sich das Wissen um die spezifischen Entzündungsmechanismen der Schuppenflechte in den letzten fünf bis zehn Jahren deutlich erweitert. Für die mittelschwere bis schwere Schuppenflechte gibt es mittlerweile innovative Medikamente, sogenannte Biologika, die sehr gezielt spezifische körpereigene Substanzen hemmen, die für die Entzündung bei Schuppenflechte mitverantwortlich sind.4

Patienteninitiative soll Mut machen und Orientierung bieten

Ohne sichtbare Plaques und dem damit verbundenen Stigma leben zu dürfen, ist ein großer Schritt zu mehr Normalität im Alltag. Wichtig dafür ist aber, dass sich Menschen mit Schuppenflechte gezielt über moderne Behandlungsmöglichkeiten informieren und das Gespräch mit einem spezialisierten Hautarzt suchen.

„Mit den neuen Medikamenten können wir den Bedürfnissen unserer Patienten immer besser gerecht werden. Menschen mit Schuppenflechte wünschen sich vor allem eine möglichst beschwerdefreie Haut und ein normales Leben.12 Heutzutage können wir dies schon sehr oft erreichen“, so Prof. Matthias Augustin, Leiter des Instituts für Versorgungsforschung in der Dermatologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. „Ich empfehle daher Patienten, sich zu informieren und einen Hautarzt aufzusuchen, der die ganze Bandbreite an modernen Psoriasis-Medikamenten einsetzt und nach heutigen Behandlungsstandards vorgeht.“

Menschen mit Schuppenflechte, die bislang noch relativ stark unter ihrer Erkrankung leiden, sollten durch die Aufklärungsinitiative von Lilly ermutigt werden, weitere Schritte auf dem Weg zu einer möglichst beschwerdefreien Haut in Angriff zu nehmen.

Zentrale Kommunikationsplattform für Patienten ist die Webseite www.schuppenflechte-beschwerdefrei.de. Die Onlineplattform, die in den nächsten drei bis sechs Monaten über Print- und weitere Onlinekanäle intensiv beworben wird, bietet neben Informationen zu heute verfügbaren Behandlungsmöglichkeiten auch einen Wegweiser für die Arztsuche. Hierüber finden Patienten über die Eingabe der Postleitzahl spezialisierte Hautärzte in ihrer Umgebung.

„Neben der Entwicklung und Bereitstellung innovativer Therapien ist es für uns als Unternehmen ein wichtiges Anliegen, Patienten und Behandler im tagtäglichen Umgang mit dieser belastenden Erkrankung zu unterstützen. Menschen mit Schuppenflechte wieder Mut zu machen und aufzuzeigen, dass die Krankheit sie in ihrem Alltag nicht mehr so einschränken muss, ist eine wichtige Zielsetzung unserer Initiative und für uns eine große Motivation“, so Geschäftsführerin Simone Thomsen von Lilly, Bad Homburg.

Weiteres Pressematerial finden Sie hier:

 

 

  1. International Federation of Psoriasis Associations. Abgerufen im Oktober 2017 unter https://ifpa-pso.com/
  2. Augustin M et al. Versorgung der Psoriasis in Deutschland: Fakten 2014; 1. Auflage. Hamburg: IVDP 2014, 6
  3. World Health Organization. Global report on Psoriasis 2016; deutsche Übersetzung online publiziert unter: https://www.psonet.de/wp-content/uploads/Globaler-Bericht-Schuppenflechte-2016.pdf
  4. Griffiths CEM et al. Lancet 2015; 386(9993): 541-551
  5. Sampogna F et al. Acta Derm Venereol 2012; 92(3): 299–303
  6. Morhenn VB et al. J Dermatol Sci 2013; 72(2): 87-92
  7. Naegeli AN et al. Int J Dermatol 2015; 54(6): 715-722
  8. Augustin M et al. Acta Derm Venereol 2010; 90(2): 147-151
  9. Augustin M et al. J Dtsch Dermatol Ges 2012; 10(9): 648-655
  10. Reich K et al. Br J Dermatol 2017; 177(4): 1014-1023
  11. Hawkes JE et al. J Allergy Clin Immunol. 2017; 140(3): 645-653
  12. Blome C et al. Arch Dermatol Res 2016; 308(2): 69-78